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Finanzierung

Die WOGENO arbeitet auf dem härtesten Immobilienmarkt Deutschlands. Sie kann am Anfang keine Billigmieten erzielen. Erst langfristig werden die Mieten in ihren Häusern deutlich unter Marktniveau liegen, da die WOGENO kein Interesse an marktüblichen Mietsteigerungen hat. Die WOGENO hat als Genossenschaft keine steuerlich wirksamen Abschreibungsmöglichkeiten. Sie verwendet von daher viele Anstrengungen auf die Entwicklung günstiger Finanzierungsmöglichkeiten. Auf dieser Seite können Sie mehr darüber lesen.

Wie finanziert die WOGENO sich und ihre Projekte?
Der solidarische Zusammenschluß von Menschen zum Zweck der dauerhaften Bildung sicheren, preisgünstigen und ökologisch bewirtschafteten Wohnraums benötigt vor allem auch ökonomische Solidarität. Neben der Mitgliedschaft und der Erhöhung des Geschäftsguthabens gehören dazu die Eigenleistung, Spareinlagen bei Geldinstituten (Sparbriefe), Bürgschaften, Erbbaurechte und Geld- oder Sachspenden. Daneben versucht die WOGENO laufend, neue Finanzierungs modelle zu entwickeln, um die Bauvorhaben so kostengünstig wie möglich zu gestalten.

Mitgliedschaft und Erhöhung der Geschäftsanteile
Direkteste Form der Unterstützung ist die Mitgliedschaft in der WOGENO, die durch Zeichnung von drei  Geschäftsanteilen á 500.- € (1.500,-- €) erreicht wird. Wer bereits Mitglied ist, kann nachträglich weitere Anteile erwerben und so die Eigenkapitalbasis der Genossenschaft stärken; Projekte können dann problemloser kalkuliert und realisiert werden. Freiwillig aufgestockte Geschäftsanteile werden an der Gewinnverteilung beteiligt (mit bis zu 4%).
Falls Sie Interesse an der Zeichnung weiterer Geschäftsanteile haben wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle.

Eigenleistung der Bewohner
Die Bewohner der einzelnen Projekte beteiligen sich – je nach Finanzierungserfordernis und individuellen finanziellen Möglichkeiten – einmalig mit der Zeichnung von wohnungebzogenen Pflichtanteilen an der Errichtung ihrer Wohnung. Daneben wird eine sozialverträgliche Miete erhoben. Außerdem besteht die Möglichkeit, über den Pflichtanteil hinaus weitere wohnungsbezogene Anteile zu zeichnen. Darüber hinaus lassen sich durch tätige Selbsthilfe der Bewohner die Baukosten spürbar senken.

Bürgschaften
Mit der GLS Gemeinschaftsbank eG wurde ein Bürgschaftsmodell entwickelt, das es Mitgliedern wie Nichtmitgliedern ermöglicht, Projekte wirtschaftlich zu fördern, ohne eigene Geldmittel bereitstellen zu müssen. Durch Bürgschaften in begrenzter Höhe ist die Bank in der Lage, gewisse Risikoaufschläge nicht zu berechnen und diesen Vorteil an das jeweilige Projekt weiterzugeben. So sinkt die Zinsbelastung bei Hypothekendarlehen um bis zu 0,5 %.
Für die aktuellen Projekte nehmen wir dieses Finanzierungsinstrument nicht in Anspruch.


Erbbaurechte
Die Vergabe von Erbbaurechten an Genossenschaften in München wurde auch durch das Engagement der WOGENO wieder zum kommunalpolitischen Steuerungsinstrument. Leider nutzt die Stadt München diese Möglichkeit nur bei ausgewählten Grundstücken und nicht in dem Maße, in dem es aus Sicht der jungen Genossenschaften wünschenswert wäre. Zur Zeit liegen die Zinskonditionen auf dem freien Kapitalmarkt und die (erhöhten) Erbauzinskonditionen auf einem ähnlichen Niveau, so dass ein Kauf wirtschaftlich sinnvoller ist (unter der Voraussetzung, dass das nötige Eigenkapital aufgebracht werden kann). Daneben sucht die WOGENO auch den Kontakt zu anderen potentiellen Erbbaurechtsgebern: Erbengemeinschaften, ältere Hausbesitzer, öffentlich-rechtliche Institutionen.

Spenden
Die Arbeit der WOGENO als Non-Profit-Organisation wird weitgehend ehrenamtlich geleistet. Wer die Ziele der Genossenschaft direkt und ohne Gegenleistung unterstützen will, kann Geld- oder Sachmittel spenden, die unmittelbar die Handlungsfähigkeit der WOGENO erhöhen und dem Bau oder Erwerb ihrer Wohnprojekte zugute kommen.