Im Überblick

Häuser im Bestand

Zum Stichtag: 31.12.2017 hat die WOGENO in München insgesamt 21 Häuser mit rund 580 Wohnungen, die von WOGENO-Mitgliedern bewohnt sind.

Projekte 'Im Bau'

1. Prinz-Eugen-Park WA 11 Ost

Im Juli 2016 hat die WOGENO das Baufeld „WA11 Ost“ im Prinz-Eugen-Park erworben. Dieses Baufeld wird durch das Nachbargebäude der Gewofag von der stakt befahrenen Cosimastraße abgeschirmt und liegt direkt am zukünftigen Quartiersplatz, an dem neben Wohnungen auch Geschäfte, Gastronomie und ein Kulturzentrum angesiedelt werden. Ein für die WOGENO idealer Ort!

Bei diesen stätischen Flächen sind geförderte Wohnungen im folgenden Mix zu erstellen (EK = Einkommensgrenzen):

  • 20% in EOF (EK I)
  • 40 % im München Modell (EK III und EK IV)
  • 40 % KMB (keine Einkommengrenzen)

Hier ein Auszug aus dem Lob des Preisgerichts:

"Das Erdgeschoss im Nordflügel ist für Gewerbeflächen vorgesehen. So soll dort unter anderem ein Fahrradgeschäft ähnlich dem in der Fritz-Winterstraße, ein Café sowie eine Mobilitätsstation eröffnen. Alles Läden, welche die Leute aus dem gesamten Viertel anziehen sollen. Auf der Seite zum Innenhof hin ist ein eingeschossiger vorgeschalteter Gebäudeteil konzipiert, in dem 2 Gemeinschaftsräume für die Hausgemeinschaft untergebracht werden. Um dies abzurunden wird auf der Dachterrasse im Ostflügel eine intensiv nutzbare Dachlandschaft für die HausbewohnerInnen entstehen. Auf den Dachflächen des Nordflügels hingegen wird eine PV-Anlage zur Eigenstromproduktion aufgestellt."

Wenn man das Baugebiet besucht, auf dem gerade der Prinz-Eugen-Park entsteht, kann man das neue Viertel bereits gut erahnen. Einige Rohbauten stehen schon, an vielen Baufeldern laufen die Erdarbeiten, eine Grundschule ist fertig, sogar die ersten BewohnerInnen des Quartiers sind eingezogen.

Alle Bauherren des Viertels haben sich von Anfang an in einem Konsortium zusammengetan, um gemeinsam ein lebhaftes und für die zukünftigen BewohnerInnen lebenswertes Neubaugebiet zu schaffen. Die Zeichen dafür, dass dies gelingt, stehen dank des großen Engagements einiger sehr gut. So werden beispielsweise von der Landeshauptstadt München sowie seitens aller Bauherren Gelder bereitgestellt, damit eine Quartiersorganisation gegründet werden kann, über welche die zukünftigen Haushalte des Prinz-Eugen-Parks kleine alltägliche Service- und Dienstleistungen oder auch Gemeinschaftsräume buchen können. Die WOGENO wird ab Fertigstellung ihres Gebäudes dieser Quartiersorganisation die benötigten Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Durch den Aufbau einer solchen Organisation findet eine hausübergreifende Vernetzung der BewohnerInnen schon von Anfang an – zum Teil ja sogar schon vor Bezug – statt, was dazu beitragen kann, dass sich die zukünftigen BewohnerInnen in ihrem neuen Zuhause gleich wohlfühlen und gut zurechtfinden.

Bei unserem WOGENO-Neubauprojekt stehen wir vor großen Herausforderungen. Zum einen ist die konjunkturelle Entwicklung deutlich zu spüren, da es immer schwerer wird, geeignete Baufirmen zu finden. Zum anderen sind die Preise über alle Gewerke hinweg sichtlich gestiegen. Wir arbeiten auf Hochtouren daran, das Bauvorhaben unter diesen für uns neuen Gegebenheiten sicher und erfolgreich im Winter 2019/2020 abzuschließen.

Die Ausschreibung von zirka 55 Wohnungen in der Mitgliedschaft erfolgt übrigens demnächst.

 

 

Eugen-Jochum-Straße

  • 83 Wohnungen (KMB, MMG III + MMG IV, EOF)
  • Baustart: 11/2017
  • Fertigstellung und Einzug: 1. Halbjar 2020
  • Besonderheiten: Zentrale Lage am Quartiersplatz, Quartierszentrale und Mobilitätsstation wird im WOGENO-Haus untergebracht
Riem-Zentrum Ost (TRIO)

 

Aus RIO wird TRIO

Aus dem 2er Team wagnis/WOGENO, das sich zunächst auf das Baufeld WA 2 in Riem Zentrum Ost bewerben wollte, ist nun ein 3 er Team geworden ist. Die Kooperative Großstadt ist dazu gestoßen und die lange Verzögerung von Seiten der Stadt bei der Ausschreibung hat nun etwas Gutes. Die „Koogro“ konnte sich rechtzeitig gründen, wir sind um einen Projektpartner reicher und planen und bauen die beiden Baufelder WA 1 und 2 nun in einem größeren Zusammenhang.

Voller Tatendrang stellen wir uns der Aufgabe, mehr als eine Zweckgemeinschaft zu sein. 3 BauherrInnen mit 3 Bewohnergruppen zeigen auch strukturell neue Anforderungen. Aber unser Wahlspruch lautet: Drei Genossenschaften, zwei Baufelder ein Projekt. Wir wagen das Experiment und schmeißen unsere Ideen und Pläne in einen Topf, diskutieren in den Plenen und Projektgruppen zusammen und werden - so der erklärte Wunsch - etwas Besonderes schaffen. Schon jetzt zeigt sich, dass es Spaß macht und die Offenheit für andere Herangehensweisen neue Perspektiven eröffnet.

Ein kleiner Auszug aus unserem Ideenpool:

  • Ab dem 1. OG Holz-Massivbau, maximale solare Ernte durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an den Südbalkonen. Schon in der Ausschreibung gefordert und unsere Idee von Gemeinschaft sehr unterstützend - Dachterrassen mit intensiver Begrünung und Freiflächen zur Nutzung für die BewohnerInnen. Eine Sauna mit Ruheraum dort oben wäre wunderbar und Freiluftyoga auf der Dachterrasse könnten manch potentielles Ausflugswochenende statt in den Gardasee in den Riemer Badesee fallen lassen.

Gemeinsinn hat einen Ort

  • Vielleicht erhält das „nach Hause kommen“ eine ganz besondere Ergänzung, denn der Eingangsbereich soll großzügig sein und viele Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten bieten. Wir stellen uns einen Ort vor, an dem man erst mal Luft holen kann und ein Feierabendbier trinkt, für den nächsten Tag in der Mobizentrale das adäquate Modalsplitt-Fahrzeug bucht, rasch nachschaut, ob die Wäsche schon fertig gewaschen ist und die vielen Angebote für das Wochenende checkt, weil man endlich den Schrank in der Werkstatt reparieren möchte. Schnell auch noch die Mittagsmenüs für die nächste Woche bestellt, damit die Kinder nach der Schule gemeinsam essen können, bevor sie im Hausaufgabenraum lernen oder nicht lernen und weil man grade dran denkt, das Gästeappartement für den Besuch der Schwiegereltern bucht. Es soll ein Ort der Begegnung, eines Marktes im Haus sein, geeignet ein größeres Fest zu feiern, ebenso wie spontan Fußball zu gucken oder gemeinsam zu kochen.

  • Die Möglichkeiten diesen Ort mit Leben zu füllen sind so vielfältig, wie die Ideen, die aus der Bewohnerschaft kommen. Es ist unser Aller erklärtes Ziel, die Gelegenheit zu nutzen, aus dieser Dreierkonstellation einen gelungenen Beitrag für eine lebendige Nachbarschaft zu gestalten.

  • Dazu beitragen wird auch das Franziskuswerk, das 20 Wohnplätze in 4 Wohneinheiten für Inklusionswohnen betreiben wird. Die Lebenshilfe München eröffnet eine Dependance für eine Frühförderstelle.

  • Fest stehen auch Co-Working-Bereiche, betrieben von Idea-Kitchen, eine Ballettschule für Kinder sowie Kleinstwohnformen. Selbstverständlich wird es Wohnungen aller Größen für Singles bis zur Großfamilie geben.

Dichtes Grün – nicht undurchdringbar, aber spannend

Die Freiraumplanung verspricht ebenfalls Neues, zumindest haben wir einen solchen Garten noch nicht erstellt. Das Grün-Thema ist „Dschungel“, als Ergänzung zu den vielen weiten Flächen in Riem und als räumliches Gegenelement zu einem sehr langen Baukörper. Die Machete wird nicht gebraucht werden, aber reizvolle und anregende Aufenthalte draußen sind vorprogrammiert. Es wird also bunt, lebendig, überraschend.

Willy-Brandt-Allee

  • 70 Wohnungen (KMB, MMG III + MMG IV) und 3 Gewerbeeinheiten
  • Baugenehmigung wurde Mitte Juli 2018 erteilt
  • Beginn mit dem Aushub: Juli 2018
  • Rohbauarbeiten starten: September 2018
  • Der Holzbau ist für das Frühjahr und den Sommer 2019 vorgesehen
  • Voraussichtlicher Bezug: erstes Halbjahr 2020
3. Riem-SÜD

 

Die WOGENO hat zu Beginn 2018 den Zuschlag für ein weiteres Grundstück in Riem bekommen. Es handelt sich dabei um das Baufeld WA 10 Süd an der Den-Haag-Straße. Vorgesehen sind dort zwei Baukörper mit insgesamt zirka 30 Wohnungen. Ein Baukörper ist zum Quartiersplatz hin ausgerichtet, der andere zur Straße hin nach Süden.

Besonderes Merkmal dieses Projekts wird eine Groß-WG sein, die Teil unseres Konzeptes bei der Bewerbung auf das Grundstück war und mit ausschlaggebend für den Zuschlag. Momentan arbeiten wir an der Ausarbeitung dieses Konzepts. Ziel ist unter anderem, dadurch den öffentlichen Platz vor dem Haus zu beleben.

Wir haben mit Peter Heimerl einen innovativen Architekten gefunden, der mit seinem ersten Entwurf schon mal für positive Aufregung gesorgt hat. Seine Vorstellung dieses Hauses mutet wie ein Bienenstock an. Die Realisierbarkeit wird derzeit geprüft. So oder so haben wir uns vorgenommen an diesem Ort einen besonderen städtebaulichen und architektonischen Beitrag zu leisten.

Den-Haag-Straße

  • Zuschlag: Anfang 2018
  • Bauweise: Zwei Baukörper
  • 30 Wohnungen
  • Aktuell befinden wir uns in der Entwurfsphase
  • Baubeginn: für Anfang 2019 geplant
  • Bezug: für 2021 geplant
3. Freiham - BEWERBUNGSPHASE

 

Bild: Stadt München

Im Münchner Westen entsteht ein neuer Stadtteil. Nach der Messestadt Riem das größte zusammenhängende Neubaugebiet der letzten Jahrzehnte und abgesehen von wenigen, noch zu entwickelnden Flächen im Nordosten Münchens, eines der letzten überhaupt.

Auf umgerechnet einer Fläche von 250 Fußballfeldern werden in Freiham 8.000 Wohnungen entstehen. 20.000 Menschen werden dort wohnen, 7.500 arbeiten und die Kinder werden in 6 Grundschulen und 13 Kindertagesstätten unterrichtet, umspielt und versorgt sein. 1 Bildungscampus, der größte in ganz München, ist geplant. Mittlerweile sind die Schulen bereits gebaut und auf den ersten städtischen Baufeldern rücken schon die Bagger an.

550.000 Quadratmeter Grünflächen sollen den neuen Stadtteil harmonisch von der gebauten Stadt in die Weite der Felder überführen und damit auch den ökologischen Gedanken zeigen. Weithin zu sehen setzt die bereits realisierte Geothermieanlage ein ökologisches und architektonisches Zeichen. Nicht sichtbar, weil aus 3.000 Meter Tiefe, gewinnt diese Anlage ihre Energie, mit der Freiham und auch Teile des Münchner Westens versorgt werden sollen.

Für Genossenschaften sind 6 Baufelder vorgesehen, knapp 500 Wohnungen können in diesem Planungszusammenhang entstehen. Die Münchner Mischung an Förderwegen sieht vor, dass 25 % der Wohnungen in der Einkommensgrenze EK I und II, 32,5% in der Einkommensgrenze EK III und EK IV und 42,5% im Konzeptionellen Mietwohnungsbau, also ohne Zugangsbeschränkungen beim Einkommen für die wohnenden Haushalte, gebaut werden sollen.

Nach langem Warten wurden die für genossenschaftlichen Wohnungsbau vorgesehenen Grundstücke in Freiham im März endlich ausgeschrieben. Doch die Preise für den KMB Bereich waren zu hoch. Wirtschaftlich lässt sich in Freiham bei der aufgerufenen Konditionen kein Neubau erstellen.

Die Genossenschaften haben daher geschlossen von einer Bewerbung abgesehen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Stadt auf das politisch formulierte Ziel der Schaffung von preiswerten Wohnraum besinnt und auch die Grundstückspreise entsprechend anpasst. Wir warten gespannt auf den nächsten Schritt und hoffen, dass dieser auch zeitnah im Sinne aller, die für München günstigen Wohnraum schaffen wollen, gegangen wird.

Die partizipatorische Arbeit mit der Kerngruppe von interessierten Mitgliedern, die wir vor über zwei Jahren gegründet haben, als wir uns dafür entschieden haben, ein Bauvorhaben am Standort Freiham zu realisieren, haben wir wieder aufgenommen. Doch erneut ruhen die Aktivitäten bis zur Entscheidung wie die Grundstücke, die dem genossenschaftlichen Wohnungsbau gewidmet sind erneut bewertet und ausgeschrieben werden. Falls die Gruppe erweitert wird, erfahren Sie dies wie gewohnt über eine Rundmail und können sich bei Interesse melden.

  • 6 Baufelder sind für Genossenschaften vorgesehen
  • das entspricht ca. 500 Wohnungen
  • Ausschreibung: war im März 2018
  • aufgrund der schlechten Konditionen haben Genossenschaften von Bewerbungen abgesehen

Geplante Projekte - die Zukunft

Aufgrund des hohen Bedarfs an Wohnungen in der Mitgliedschaft, plant die WOGENO für die Zukunft. In den Gremiensitzungen entschied man sich eindeutig für ein weiteres Wachstum. Wir werden uns daher auf die künftig für genossenschaftlichen Wohnungsbau vorgesehenen Flächen der Stadt München - natürlich mit Blick auf unsere personellen Kapazitäten bewerben.

Entgegen kommt den Genossenschaften, dass mit dem städtischen wohnungspolitischen Handlungsprogramm „Wohnen in München VI“ 20-40 Prozent der Wohnbauflächen in den großen städtischen Siedlungsgebieten für die Zielgruppe Genossenschaften/Baugemeinschaften vorgesehen sind.

Laut Stadtratsbeschluss vom November 2016 stehen Grundstücke für weitere mindestens 1.800 Genossenschaftswohnungen zur Verfügung, so zum Beispiel in den Planungsbereichen Freiham-Nord, Kreativquartier, ehemalige Bayernkaserne und Zschokkestraße.

Dennoch bewegen wir uns in einem spannungsgeladenen Umfeld, da die Grundstückspreise und Baukosten derart gestiegen sind, dass wohl abgewogen werden muss, ob man sich auf dem jeweiligen Baufeld engagiert. Auch führen die sehr willkommenen Genossenschaftsgründungen zu einem erweiterten Wettbewerb, so dass wir entgegen der bisherigen Erfahrungen nicht einfach davon ausgehen können, dass wir einer Bewerbung den Zuschlag bekommen. Trotzdem schauen wir zuversichtlich auf die weiteren Quartiere, die entwickelt werden.

 

Kreativquartier

Das Kreativquartier an der Dachauerstraße mit insgesamt ca. 400 Wohneinheiten wird Anfang nächsten Jahres ausgeschrieben. Für Genossenschaften werden ca. 100 Wohnungen in drei Baufeldern dabei sein. Die zentrale Lage des Quartiers spricht für sich, so dass sich sicher einige Genossenschaften auf die Grundstücke bewerben werden.

Bayernkaserne

In  2019 werden die Grundstücke für Genossenschaften in der Bayernkaserne angeboten. Hier sind ca. 1600 Wohnungen für Genossenschaften und Baugemeinschaften vorgesehen. Dies ist eine fassbare Größenordnung, so dass die Vision eines sozialen Quartiers auf Grundlage des Gedankens der Genossenschaftssiedlung zumindest von der Quantität und damit der nötigen Schwungmasse in Realitätsnähe rücken könnte.