Im Überblick

Häuser im Bestand

Zum Stichtag: 31.12.2016 hat die WOGENO in München insgesamt 20 Häuser mit rund 550 Wohnungen, die von WOGENO-Mitgliedern bewohnt sind.

Projekte 'Im Bau'

Ende 2016 /Anfang 2017 haben wir (fast) die Zuschläge für zwei Baufelder erhalten:

  • Prinz-Eugen-Park
  • Riem-Zentrum Ost (vorbehaltlich des positiv zu erwartenden Stadtratsbeschlusses)
1. Prinz-Eugen-Park WA 11 Ost

Bereits im Oktober letzten Jahres haben wir von der LH München den Zuschlag für das Baufeld WA11 Ost erhalten. Es liegt am neuen Quartierszentrum dem Maria-Nindel-Platz. Es werden ca. 80 geförderte und freifinanzierte Wohnungen entstehen, sowie Gewerbeflächen im Erdgeschoss.

Bei diesen stätischen Flächen sind geförderte Wohnungen im folgenden Mix zu erstellen (EK = Einkommensgrenzen):

  • 20% in EOF (EK I und II)
  • 40 % im München Modell (EK III und EK IV)
  • 40 % KMB (keine Einkommengrenzen)

Wir waren verpflichtet einen Realisierungswettbewerb durchzuführen. Dazu wurden 7 Büros eingeladen und am 03. Mai hat das Preisgericht den ersten Rang und Preis an das Atelier 5 Architekten und Planer AG aus Bern vergeben. So soll unser neues Haus am Platz aussehen:

Hier ein Auszug aus dem Lob des Preisgerichts:

„Im Erdgeschoss wird sich eine Gasse befinden, an der die gemeinschaftlichen Funktionen angeordnet sind. Durch die zentrale und kompakte Anordnung der Nutzflächen für die Gemeinschaft südlich der Gasse wird die Kommunikation in hohem Maße gefördert. Zusätzlich ist auf dem östlichen Baukörper eine Dachterrasse zur gemeinschaftlichen Nutzung geplant.

Die Erschließung erfolgt mittels dreier offener Treppenräume, die auf jeder Etage über Laubengänge verbunden sind. Die Erschließung der Wohnungen im östlichen Bauteil erfolgt von der Ostseite, die Wohnungen haben ihre Hauptausrichtung zum Hof nach Westen. Die Erschließung der Wohnungen im nördlichen Bauteil erfolgt von der Südseite mit vorgelagertem Laubengang im Süden. Hier wird durch Eingangsterrassen und Aussparungen eine innovative Zonierung zur Wohnnutzung geschaffen.

Durch ein modulares System mit immer gleichem Achsmaß lassen sich die benötigten unterschiedlichen Wohnungsgrößen realisieren. Zudem erlaubt es eine sehr flexible Grundrissgestaltung. Die geplante Schottenkonstruktion und die gleichen Achsabstände lassen eine wirtschaftliche Realisierung erwarten.“

Wie geht es nun weiter?

Seit ca. einem Jahr gibt es eine wegen der hohen Nachfrage geschlossene Interessentengruppe von WOGENO Mitgliedern, die in einem moderierten Beteiligungsprozess die Planungen begleiten werden. Wenn alles glatt läuft, wird Anfang nächsten Jahres der Bauantrag eingereicht und im Sommer mit dem Bau begonnen. Mit der Fertigstellung können wir dann frühstens Ende 2018 rechnen.

Tom Kremer

2. Riem-Zentrum Ost (RIO)


Direkt an der U-Bahn-Station Messestadt-Ost werden zwei Baufelder von der Stadt München dem genossenschaftlichen Wohnungsbau gewidmet. Insgesamt sollen dort ca. 16.000 m² Geschossfläche errichtet werden, das entspricht ca. 160 Wohnungen. Davon 60 Prozent im München Modell Einkommensstufe III und IV. Dies entspricht einer Nutzungsgebühr von 9,25 bis 11,00 EUR nettokalt, die restlichen 40 Prozent im konzeptionellen Mietwohnungsbau (KMB). Dabei gibt es keine Einkommensgrenzen zu beachten, die Nutzungsgebühr beträgt ca.12,00 bis 12,50 EUR nettokalt.

Die WOGENO beabsichtigt, sich dort gemeinsam mit der Wagnis eG und sozialen Trägern zu bewerben und strebt an, in dieser Kombination einen Teil des Areals mit 100 Wohnungen im Konsortium zu einem lebendigen Quartier mit kleinen gewerblichen Einheiten, Ateliers, Gemeinschaftsräumen und vielen gemeinschaftlich nutzbaren Freiräumen, unter anderem auf dem gesamten Dach mit Bergblick, zu entwickeln.

Planungssicherheit haben wir nach Vergabe der Grundstücke durch die Stadt. Dies ist zur Jahreswende 2016/2017 erwarten. Es gibt bereits für die Vorplanungen eine Interessentengruppe. Neue Interessenten können nicht mehr aufgenommen werden.

3. Freiham

Im Münchner Westen entsteht ein neuer Stadtteil. Nach der Messestadt Riem das größte zusammenhängende Neubaugebiet der letzten Jahrzehnte und abgesehen von wenigen, noch zu entwickelnden Flächen im Nordosten Münchens, eines der letzten überhaupt.

Auf umgerechnet einer Fläche von 250 Fußballfeldern werden in Freiham 8.000 Wohnungen entstehen. 20.000 Menschen werden dort wohnen, 7.500 arbeiten und die Kinder werden in 6 Grundschulen und 13 Kindertagesstätten unterrichtet, umspielt und versorgt sein. 1 Bildungscampus, der größte in ganz München, ist geplant. Mittlerweile wurde mit dem Bau der Schulen im 1. Bauabschnitt begonnen.

550.000 Quadratmeter Grünflächen sollen den neuen Stadtteil harmonisch von der gebauten Stadt in die Weite der Felder überführen und damit auch den ökologischen Gedanken zeigen. Weithin zu sehen setzt die bereits realisierte Geothermieanlage ein ökologisches und architektonisches Zeichen. Nicht sichtbar, weil aus 3.000 Meter Tiefe, gewinnt diese Anlage ihre Energie, mit der Freiham und auch Teile des Münchner Westens versorgt werden sollen.

Für Genossenschaften sind 6 Baufelder vorgesehen, insgesamt 400 Wohnungen können in diesem Planungszusammenhang entstehen. Die Münchner Mischung an Förderwegen sieht vor, dass 25 % der Wohnungen in der Einkommensgrenze EK I und II, 32,5% in der Einkommensgrenze EK III und EK IV und 42,5% im Konzeptionellen Mietwohnungsbau, also ohne Zugangsbeschränkungen beim Einkommen für die wohnenden Haushalte, gebaut werden sollen.

Die Umfrage im Internet, die wir im Sommer innerhalb der Mitgliedschaft durchgeführt haben, brachte als Ergebnis, dass 94 Personen, bzw. Haushalte großes Interesse an Freiham haben. Und erneut wurde deutlich, dass das Segment der 1 und 2 Personenhaushalte im freifinanzierten Segment die größte Nachfragergruppe darstellt.

Der städtische Zeitplan sieht eine Ausschreibung der Grundstücke für das erste Halbjahr 2016 vor. Erst nach der Vergabe der Baufelder haben wir Planungssicherheit. Wir verfolgen in jedem Fall den erklärten Wunsch, dort mit einem sozialen Partner tätig zu werden, der wie wir den von der Landeshauptstadt München ausdrücklich gewünschten Inklusionsansatz gerne Realität werden lassen möchte.

Um frühzeitig mit den künftigen Nutzern in einen Beteiligungsprozess einsteigen zu können, haben wir am 14.12.2015 zu einem ersten Interessententreffen eingeladen. Die inzwischen geschlossene Interessentengruppe besteht im Moment aus gut 20 Haushalten. Wir erörtern derzeit das für und wider der für Genossenschaften vorgesehenen Standorte, machen uns erste Gedanken zu allgemeinen Erschließungsfragen und zu Möglichkeiten gemeinschaftsbildender Räume.

Sobald uns z.B. städtische Flächen vorgestellt werden, binden wir die Mitgliedschaft per Umfrage und Gründung einer Interessensgruppe frühzeitig in die Planung mit ein.

Geplante Projekte - die Zukunft

Aufgrund des hohen Bedarfs an Wohnungen in der Mitgliedschaft, plant die WOGENO für die Zukunft. In den Gremiensitzungen entschied man sich eindeutig für ein weiteres Wachstum. Wir werden uns daher auf die künftig für genossenschaftlichen Wohnungsbau vorgesehenen Flächen der Stadt München - natürlich mit Blick auf unsere personellen Kapazitäten bewerben.

Entgegen kommt den Genossenschaften, dass mit dem städtischen wohnungspolitischen Handlungsprogramm „Wohnen in München VI“ 20-40 Prozent der Wohnbauflächen in den großen städtischen Siedlungsgebieten für die Zielgruppe Genossenschaften/Baugemeinschaften vorgesehen sind.

Laut Stadtratsbeschluss vom November 2016 stehen ab dem Jahr 2017 Grundstücke für weitere mindestens 1.800 Genossenschaftswohnungen zur Verfügung, so zum Beispiel in den Planungsbereichen Freiham-Nord, Kreativquartier, ehemalige Bayernkaserne und Zschokkestraße, sowie ein kleineres Grundstück in Riem.

Konkret heißt das, dass in den nächsten Monaten mit der Ausschreibung für den 1. Realisierungsabschnitt und dessen 1. Bauabschnitt in Freiham gerechnet werden kann. Für Genossenschaften sind dort ca. 400 Wohnungen auf insgesamt 6 Baufeldern vorgesehen. In den nächsten 5 Jahren werden im 2. Realisierungsabschnitt weitere 600 Wohneinheiten für Genossenschaften zur Ausschreibung gelangen.

Das Kreativquartier an der Dachauerstraße mit insgesamt ca. 400 Wohneinheiten wird Anfang nächsten Jahres ausgeschrieben. Für Genossenschaften werden ca. 100 Wohnungen in drei Baufeldern dabei sein. Die zentrale Lage des Quartiers spricht für sich, so dass sich sicher einige Genossenschaften auf die Grundstücke bewerben werden.

Darüber hinaus werden dann Anfang 2019 die Grundstücke für Genossenschaften in der Bayernkaserne angeboten. Hier sind ca. 800 Wohnungen für Genossenschaften vorgesehen. Dies ist eine fassbare Größenordnung, so dass die Vision eines sozialen Quartiers auf Grundlage des Gedankens der Genossenschaftssiedlung zumindest von der Quantität und damit der nötigen Schwungmasse in Realitätsnähe rücken könnte.