Im Überblick

Häuser im Bestand

Zum Stichtag: 31.12.2017 hat die WOGENO in München insgesamt 21 Häuser mit rund 580 Wohnungen, die von WOGENO-Mitgliedern bewohnt sind.

Projekte 'Im Bau'

1. Prinz-Eugen-Park WA 11 Ost

WOGENO-Bau im Oktober 2018

Prinzenpost.pdf

Im Juli 2016 hat die WOGENO das Baufeld „WA11 Ost“ im Prinz-Eugen-Park erworben. Dieses Baufeld wird durch das Nachbargebäude der Gewofag von der stakt befahrenen Cosimastraße abgeschirmt und liegt direkt am zukünftigen Quartiersplatz, an dem neben Wohnungen auch Geschäfte, Gastronomie und ein Kulturzentrum angesiedelt werden. Ein für die WOGENO idealer Ort!

Bei diesen stätischen Flächen sind geförderte Wohnungen im folgenden Mix zu erstellen (EK = Einkommensgrenzen):

  • 20% in EOF (EK I)
  • 40 % im München Modell (EK III und EK IV)
  • 40 % KMB (keine Einkommengrenzen)

Hier ein Auszug aus dem Lob des Preisgerichts:

"Das Erdgeschoss im Nordflügel ist für Gewerbeflächen vorgesehen. So soll dort unter anderem ein Fahrradgeschäft ähnlich dem in der Fritz-Winterstraße, ein Café sowie eine Mobilitätsstation eröffnen. Alles Läden, welche die Leute aus dem gesamten Viertel anziehen sollen. Auf der Seite zum Innenhof hin ist ein eingeschossiger vorgeschalteter Gebäudeteil konzipiert, in dem 2 Gemeinschaftsräume für die Hausgemeinschaft untergebracht werden. Um dies abzurunden wird auf der Dachterrasse im Ostflügel eine intensiv nutzbare Dachlandschaft für die HausbewohnerInnen entstehen. Auf den Dachflächen des Nordflügels hingegen wird eine PV-Anlage zur Eigenstromproduktion aufgestellt."

Wenn man das Baugebiet besucht, auf dem gerade der Prinz-Eugen-Park entsteht, kann man das neue Viertel bereits gut erahnen. Einige Rohbauten stehen schon, an vielen Baufeldern laufen die Erdarbeiten, eine Grundschule ist fertig, sogar die ersten BewohnerInnen des Quartiers sind eingezogen.

Alle Bauherren des Viertels haben sich von Anfang an in einem Konsortium zusammengetan, um gemeinsam ein lebhaftes und für die zukünftigen BewohnerInnen lebenswertes Neubaugebiet zu schaffen. Die Zeichen dafür, dass dies gelingt, stehen dank des großen Engagements einiger sehr gut. So werden beispielsweise von der Landeshauptstadt München sowie seitens aller Bauherren Gelder bereitgestellt, damit eine Quartiersorganisation gegründet werden kann, über welche die zukünftigen Haushalte des Prinz-Eugen-Parks kleine alltägliche Service- und Dienstleistungen oder auch Gemeinschaftsräume buchen können. Die WOGENO wird ab Fertigstellung ihres Gebäudes dieser Quartiersorganisation die benötigten Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Durch den Aufbau einer solchen Organisation findet eine hausübergreifende Vernetzung der BewohnerInnen schon von Anfang an – zum Teil ja sogar schon vor Bezug – statt, was dazu beitragen kann, dass sich die zukünftigen BewohnerInnen in ihrem neuen Zuhause gleich wohlfühlen und gut zurechtfinden.

Bei unserem WOGENO-Neubauprojekt stehen wir vor großen Herausforderungen. Zum einen ist die konjunkturelle Entwicklung deutlich zu spüren, da es immer schwerer wird, geeignete Baufirmen zu finden. Zum anderen sind die Preise über alle Gewerke hinweg sichtlich gestiegen. Wir arbeiten auf Hochtouren daran, das Bauvorhaben unter diesen für uns neuen Gegebenheiten sicher und erfolgreich im Winter 2019/2020 abzuschließen.

 

 

Eugen-Jochum-Straße

  • 83 Wohnungen (KMB, MMG III + MMG IV, EOF)
  • Baustart: 11/2017
  • Fertigstellung und Einzug: 1. Halbjar 2020
  • Besonderheiten: Zentrale Lage am Quartiersplatz, Quartierszentrale und Mobilitätsstation wird im WOGENO-Haus untergebracht
  • Webcam auf der WOGENO-Baustelle
Riem-Zentrum Ost (TRIO)

 

Aus RIO wird TRIO

Aus dem 2er Team wagnis/WOGENO, das sich zunächst auf das Baufeld WA 2 in Riem Zentrum Ost bewerben wollte, ist nun ein 3 er Team geworden ist. Die Kooperative Großstadt ist dazu gestoßen und die lange Verzögerung von Seiten der Stadt bei der Ausschreibung hat nun etwas Gutes. Die „Koogro“ konnte sich rechtzeitig gründen, wir sind um einen Projektpartner reicher und planen und bauen die beiden Baufelder WA 1 und 2 nun in einem größeren Zusammenhang.

Voller Tatendrang stellen wir uns der Aufgabe, mehr als eine Zweckgemeinschaft zu sein. 3 BauherrInnen mit 3 Bewohnergruppen zeigen auch strukturell neue Anforderungen. Aber unser Wahlspruch lautet: Drei Genossenschaften, zwei Baufelder ein Projekt. Wir wagen das Experiment und schmeißen unsere Ideen und Pläne in einen Topf, diskutieren in den Plenen und Projektgruppen zusammen und werden - so der erklärte Wunsch - etwas Besonderes schaffen. Schon jetzt zeigt sich, dass es Spaß macht und die Offenheit für andere Herangehensweisen neue Perspektiven eröffnet.

Ein kleiner Auszug aus unserem Ideenpool:

  • Ab dem 1. OG Holz-Massivbau, maximale solare Ernte durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an den Südbalkonen. Schon in der Ausschreibung gefordert und unsere Idee von Gemeinschaft sehr unterstützend - Dachterrassen mit intensiver Begrünung und Freiflächen zur Nutzung für die BewohnerInnen. Eine Sauna mit Ruheraum dort oben wäre wunderbar und Freiluftyoga auf der Dachterrasse könnten manch potentielles Ausflugswochenende statt in den Gardasee in den Riemer Badesee fallen lassen.

Gemeinsinn hat einen Ort

  • Vielleicht erhält das „nach Hause kommen“ eine ganz besondere Ergänzung, denn der Eingangsbereich soll großzügig sein und viele Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten bieten. Wir stellen uns einen Ort vor, an dem man erst mal Luft holen kann und ein Feierabendbier trinkt, für den nächsten Tag in der Mobizentrale das adäquate Modalsplitt-Fahrzeug bucht, rasch nachschaut, ob die Wäsche schon fertig gewaschen ist und die vielen Angebote für das Wochenende checkt, weil man endlich den Schrank in der Werkstatt reparieren möchte. Schnell auch noch die Mittagsmenüs für die nächste Woche bestellt, damit die Kinder nach der Schule gemeinsam essen können, bevor sie im Hausaufgabenraum lernen oder nicht lernen und weil man grade dran denkt, das Gästeappartement für den Besuch der Schwiegereltern bucht. Es soll ein Ort der Begegnung, eines Marktes im Haus sein, geeignet ein größeres Fest zu feiern, ebenso wie spontan Fußball zu gucken oder gemeinsam zu kochen.

  • Die Möglichkeiten diesen Ort mit Leben zu füllen sind so vielfältig, wie die Ideen, die aus der Bewohnerschaft kommen. Es ist unser Aller erklärtes Ziel, die Gelegenheit zu nutzen, aus dieser Dreierkonstellation einen gelungenen Beitrag für eine lebendige Nachbarschaft zu gestalten.

  • Dazu beitragen wird auch das Franziskuswerk, das 20 Wohnplätze in 4 Wohneinheiten für Inklusionswohnen betreiben wird. Die Lebenshilfe München eröffnet eine Dependance für eine Frühförderstelle.

  • Fest stehen auch Co-Working-Bereiche, betrieben von Idea-Kitchen, eine Ballettschule für Kinder sowie Kleinstwohnformen. Selbstverständlich wird es Wohnungen aller Größen für Singles bis zur Großfamilie geben.

Dichtes Grün – nicht undurchdringbar, aber spannend

Die Freiraumplanung verspricht ebenfalls Neues, zumindest haben wir einen solchen Garten noch nicht erstellt. Das Grün-Thema ist „Dschungel“, als Ergänzung zu den vielen weiten Flächen in Riem und als räumliches Gegenelement zu einem sehr langen Baukörper. Die Machete wird nicht gebraucht werden, aber reizvolle und anregende Aufenthalte draußen sind vorprogrammiert. Es wird also bunt, lebendig, überraschend.

Willy-Brandt-Allee

  • 70 Wohnungen (KMB, MMG III + MMG IV) und 3 Gewerbeeinheiten
  • Baugenehmigung wurde Mitte Juli 2018 erteilt
  • Beginn mit dem Aushub: Juli 2018
  • Rohbauarbeiten starten: September 2018
  • Der Holzbau ist für das Frühjahr und den Sommer 2019 vorgesehen
  • Voraussichtlicher Bezug: erstes Halbjahr 2020
3. Riem-SÜD

 

Die WOGENO hat zu Beginn 2018 den Zuschlag für ein weiteres Grundstück in Riem bekommen. Es handelt sich dabei um das Baufeld WA 10 Süd an der Den-Haag-Straße. Vorgesehen sind dort zwei Baukörper mit insgesamt zirka 30 Wohnungen. Ein Baukörper ist zum Quartiersplatz hin ausgerichtet, der andere zur Straße hin nach Süden.

Besonderes Merkmal dieses Projekts wird eine Groß-WG sein, die Teil unseres Konzeptes bei der Bewerbung auf das Grundstück war und mit ausschlaggebend für den Zuschlag. Momentan arbeiten wir an der Ausarbeitung dieses Konzepts. Ziel ist unter anderem, dadurch den öffentlichen Platz vor dem Haus zu beleben.

Wir haben mit Peter Heimerl einen innovativen Architekten gefunden, der mit seinem ersten Entwurf schon mal für positive Aufregung gesorgt hat. Seine Vorstellung dieses Hauses mutet wie ein Bienenstock an. Die Realisierbarkeit wird derzeit geprüft. So oder so haben wir uns vorgenommen an diesem Ort einen besonderen städtebaulichen und architektonischen Beitrag zu leisten.

Den-Haag-Straße

  • Zuschlag: Anfang 2018
  • Bauweise: Zwei Baukörper
  • 30 Wohnungen
  • Aktuell befinden wir uns in der Entwurfsphase
  • Baubeginn: für Anfang 2019 geplant
  • Bezug: für 2021 geplant
3. Freiham - Zuschlag für das Grundstück WA 5

Freiham endlich: ofizielle Klappe - die Erste

Egal, wann man mit der Freiham Zeitrechnung beginnt, ob bei den ersten Gedanken, sich wirklich mit diesem neuen Quartier dort im äußersten Münchner Westen zu beschäftigen oder bei den schon etwas konkreteren Gesprächen mit der Stadt, es sind Jahre, die dieses Vorhaben nun schon unsere Entwicklungsaufmerksamkeit in Anspruch nimmt.

Besichtigung Freiham

Besichtigung Sommer 2015 mit der Interessentengruppe

In diesem Rundbrief können wir endlich vermelden, dass wir den Zuschlag für das Baufeld WA 5(1) Süd im Neubaugebiet Freiham bekommen haben.

Der Weg dahin folgt einem dramatischen Bühnenstück in 5 Akten. Vor über drei Jahren, haben wir mit Interessenten aus der Mitgliedschaft einen Ausflug in die westlichste Münchner Ecke gemacht, um uns die Lage vor Ort mal aus nächster Nähe anzusehen. Eine Ausschreibung war zu diesem Zeitpunkt noch in einer planerischen Sphäre, aber mit der Aussicht auf Realisierung von längstens einem Jahr. Die Ausschreibung der Grundstücke wurde in Folge wiederholt verschoben, dann erfolgte sie im Frühjahr 2018 mit Grundstückspreisen, die uns den kalten Schweiß auf die Stirn getrieben haben. Die Folge kennen sie vermutlich aus der Presse. Hier der Höhepunkt oder 3. Akt des Dramas: Die Genossenschaften haben sich geschlossen nicht beworben, die Stadt musste korrigieren und nun ist es soweit. Zu akzeptablen Grundstückspreisen werden wohl alle genossenschaftlichen Baufelder veräußert werden. Zunächst ist das Grundstück frei zu machen und auf archäologische Funde hin zu untersuchen, und wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit mit solchen zu rechnen haben. Zumindest ist die Karte mit den wahrscheinlichen Fundorten tiefrot im WA 5. Aber dann in überschaubarer Zukunft werden wir mit schönen neuen Genossenschaftshäusern Eindruck machen. Ein grober Zeitplan könnte im Jahr 2022 zum Bezug der neuen Wohnungen rufen.

Hier ein paar Fakten zu unserem Grundstück. Wir haben ein Baurecht von 9156 qm Geschossfläche, davon sind allerdings 916 qm Nichtwohnen zu realisieren. Das bedeutet, wir werden in etwa 80 bis 85 Wohnungen erstellen, vielleicht etwas weniger, wenn wir den Fokus auf Familienwohnungen legen, und einige Gewerbeeinheiten bauen. Auch denken wir über Sonderwohnformen wie betreute Wohngemeinschaften nach. Im Nichtwohnbereich ist unsere Expertise hinsichtlich gemeinschaftsfördernden Bausteinen, lebendigem Gewerbe und dem Allerlei für eine bunte Nachbarschaft gefragt. Auch die Quartiersvernetzung und ein sinnvolles wie effizientes Mobilitätsmanagement sind Aufgaben, die auf der Agenda stehen.

Wir blicken jedenfalls gespannt auf die neue Herausforderung und werden mit der bestehenden Interessentengruppe die Ärmel hochkrempeln und loslegen. Vielleicht sogar mit Beteiligung der künftigen Bewohner oder archäologisch interessierten WOGENO-Mitgliedern bei den vorgezogenen Ausgrabungsarbeiten. Das loten wir noch aus. Ärmel hoch ist also sprichwörtlich gemeint. Die Abtragung des Oberbodens ist laut des Archäologen wie ein Fenster in die Vergangenheit. Was da ersichtlich wird, bestimmt unser weiteres Vorgehen. Auf jeden Fall müssen Funde dann geborgen, gesäubert und dokumentiert werden. Mit einer Verzögerung im Bauablauf ist aber nicht zu rechnen, da diese Maßnahmen noch vor dem avisierten Baubeginn starten können.

Freiham als neuer Stadtteil hat sich viel vorgenommen. München hat für dieses riesige Entwicklungsgebiet eine professionelle Werbekampagne in die Wege geleitet, die die Marke Freiham etablieren soll und Wohnen für Alle, neues Arbeiten, Natur und naturnahes Lernen, Inklusion, eben ein gutes Leben verspricht. Noch kommen die Wünsche im Hochglanzformat daher und ob sie so leuchten können, wird noch zu beweisen sein. Wir jedenfalls wollen unseren Beitrag dazu leisten und mit Ehrgeiz und Neugier an die Planung gehen, wie wir in diesem Konglomerat der hehren Ziele einen nachhaltigen Abdruck hinterlassen können.

Freihams Geothermieanlage vor spektakulärer Wolkenformation

  • Ende 2018: Zuschlag für das Grundstück WA 5
  • 6 Baufelder sind für Genossenschaften vorgesehen
  • das entspricht ca. 500 Wohnungen

Geplante Projekte - die Zukunft

Aufgrund des hohen Bedarfs an Wohnungen in der Mitgliedschaft, plant die WOGENO für die Zukunft. In den Gremiensitzungen entschied man sich eindeutig für ein weiteres Wachstum. Wir werden uns daher auf die künftig für genossenschaftlichen Wohnungsbau vorgesehenen Flächen der Stadt München - natürlich mit Blick auf unsere personellen Kapazitäten bewerben.

Entgegen kommt den Genossenschaften, dass mit dem städtischen wohnungspolitischen Handlungsprogramm „Wohnen in München VI“ 20-40 Prozent der Wohnbauflächen in den großen städtischen Siedlungsgebieten für die Zielgruppe Genossenschaften/Baugemeinschaften vorgesehen sind.

Laut Stadtratsbeschluss vom November 2016 stehen Grundstücke für weitere mindestens 1.800 Genossenschaftswohnungen zur Verfügung, so zum Beispiel in den Planungsbereichen Freiham-Nord, Kreativquartier, ehemalige Bayernkaserne und Zschokkestraße.

Dennoch bewegen wir uns in einem spannungsgeladenen Umfeld, da die Grundstückspreise und Baukosten derart gestiegen sind, dass wohl abgewogen werden muss, ob man sich auf dem jeweiligen Baufeld engagiert. Auch führen die sehr willkommenen Genossenschaftsgründungen zu einem erweiterten Wettbewerb, so dass wir entgegen der bisherigen Erfahrungen nicht einfach davon ausgehen können, dass wir einer Bewerbung den Zuschlag bekommen. Trotzdem schauen wir zuversichtlich auf die weiteren Quartiere, die entwickelt werden.

Kreativquartier

Das Kreativquartier an der Dachauerstraße mit insgesamt ca. 400 Wohneinheiten wird Anfang nächsten Jahres ausgeschrieben. Für Genossenschaften werden ca. 100 Wohnungen in drei Baufeldern dabei sein. Die zentrale Lage des Quartiers spricht für sich, so dass sich sicher einige Genossenschaften auf die Grundstücke bewerben werden.

Bayernkaserne

In  2019 werden die Grundstücke für Genossenschaften in der Bayernkaserne angeboten. Hier sind ca. 1600 Wohnungen für Genossenschaften und Baugemeinschaften vorgesehen. Dies ist eine fassbare Größenordnung, so dass die Vision eines sozialen Quartiers auf Grundlage des Gedankens der Genossenschaftssiedlung zumindest von der Quantität und damit der nötigen Schwungmasse in Realitätsnähe rücken könnte.