Metzstraße 31

Die Metzstraße 31, erstmals 1897 in den Münchner Adressbüchern aufgetaucht, stand seit 1991 leer. Die Eigentümer hatten es an die Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung MGS mit dem ausdrücklichen Wunsch verkauft, dass das Haus saniert und nicht spekulativ veräußert werden sollte. Nachdem dieses Vorhaben gescheitert war, gab der Stadtrat Ende April 1996 grünes Licht für den Verkauf an die WOGENO; Ende 1996 unterzeichneten die WOGENO und die MGS den Kaufvertrag. 17 Wohnungen, ein Gemeinschaftsraum und ein Gästeappartement sind in der Metzstraße entstanden.

Selbsthilfe am Bau

Die zukünftigen BewohnerInnen leisteten pro Wohnung im Umfang von ca. 5000 EUR Selbsthilfe. Dazu gehörte: Decken, Türen und Böden entfernen und erneuern, bis zu sechs (!) Lagen Tapeten von den Wänden abkratzen etc. Über die geleisteten Stunden wurde genauestens Buch geführt.

Agenda 21: Testhaus

"Zukunftsfähige Lebensstile" sind ein Thema im Rahmen der lokalen AGENDA 21. In der Metzstraße werden sie erprobt. Dazu gehören der sparsame Umgang mit Ressourcen im Wohnalltag, die gemeinsame Nutzung von Gebrauchsgegenständen von A wie Auto bis Z wie Zisterne und die gegenseitige Unterstützung – vom Einkauf bis zur Kinderbetreuung. Baulich wurden schon frühzeitig Voraussetzungen für die sparsame Nutzung von Ressourcen und Energie geschaffen: Eine Zisterne fürs Regenwasser, das heute durch die 4-Liter-Klos sprudelt, Photovoltaik aufs Dach, Gasanschlüsse in die Küchen etc.

Finanzierung mit Hilfe von SolidaranlegerInnen und Bürgen!

Geworben wurde um Unterstützung unterschiedlichster Art – bei Unternehmen für die Finanzierung umweltschonender Investitionen, bei wohlwollenden Menschen für die Übernahme von Bürgschaften oder die Zeichnung von Sparbriefen bei der GLS Gemeinschaftsbank eG. Beides verbilligt das Baugeld und damit die Miete.