Die häufigsten Fragen

Welche Voraussetzungen gelten für eine Mitgliedschaft?
  • Die WOGENO ist keine geschlossene Wohnungsgenossenschaft.
    Wir nehmen weiterhin Mitglieder auf.
    Allerdings ist mit der Aufnahme keine Zusage für eine rasche Wohnungsvergabe verbunden.
    Aktuell muss mit einer mehrjährigen Wartezeit gerechnet werden.

  • Uns ist wichtig, dass Sie sich mit den Zielen und Werten unserer Genossenschaft identifizieren können. Wir sind eine Genossenschaft für selbstverwaltetes, soziales und ökologisches Wohnen. Mit diesen drei Begriffen umschreiben wir die fundamentalen Werte, auf deren Basis wir eine zukunftsfähige Stadt, ihre Quartiere und Nachbarschaften weiter entwickeln wollen. Wir setzen intensiv auf das Thema Gemeinschaft.

  • Vor dem Beitritt sollten Sie sich intensiv mit den Zielen und Werten der WOGENO auseinandergesetzt haben.
Infoabende

Alle zwei Monate bieten wir Interessenten einen Infoabend an. Dort wird das WOGENO-Konzept erläutert und es besteht Gelegenheit für persönliche Fragen. Der jeweils aktuelle Termin auf unsere Homepage unter Infoabende bekanntgegeben.

Was kostet die Mitgliedschaft?

Drei Pflichtanteile à 500 EUR (=1.500 EUR) sowie eine einmalig Eintrittsgebühr in Höhe von 70 EUR. Die Pflichtanteile werden nicht verzinst und bei Austritt satzungsgemäß zurückerstattet.

Wie wird man Mitglied?

Die Beitrittserklärung können Sie sich auf unserer Homepage downloaden. Sie finden Sie im Bereich Mitgliedschaft/Mitglied werden

  • Füllen Sie die Beitrittserklärung aus und senden Sie diese unterschrieben per Post an uns zurück.
    (WICHTIG: Die Mitgliedschaft wird nur mit der Originalunterschrift gültig.)
  • Zahlen Sie auf das Konto der WOGENO insgesamt 1570,- EUR ein. Die Kontoverbindung finden Sie auf der Beitrittserklärung. (1.500 EUR für Ihre 3 Pflichtanteile plus einer Verwaltungsgebühr von 70 EUR).

Bitte beachten:

  • Wir benötigen zwingend die Originalunterschrift auf dem Beitrittsformular. Zusendungen per Fax oder per E-Mail sind ungültig!
  • Nur wenn das Beitrittsformular und die 1.570 EUR bei der WOGENO eingegangen sind, können wir Sie als Mitglied in unserer Genossenschaft aufnehmen! Am besten Sie veranlassen die Überweisung zeitnah mit dem Versand des Formulars.
  • Über die eingezahlten Geschäftsanteile und die Aufnahme in die Genossenschaft erhalten Sie eine Bestätigung. Die Zusendung dauert ca. 3-4 Wochen.
Ist die Mitgliedsdauer vererbbar?

Nein. Vererbbar sind lediglich die eingezahlten Genossenschaftsanteile, die den gesetzlichen Vorgaben des Erbrechts oder der testamentarischen Verfügung unterliegen.

Können Minderjährige Mitglied werden?

Ja, in diesem Fall schließen die Erziehungsberechtigten den Vertrag mit der WOGENO ab.

Mitgliedschaftskündigung

Die fristgerechte Kündigung kann bis zum letzten Tag eines laufenden Kalenderjahres erfolgen. Sie wird wirksam zum 31.12. des darauffolgenden Kalenderjahres. Die Auszahlung der Genossenschaftsanteile erfolgt nach der Mitgliederversammlung im Folgejahr.

Beispiel: Sie kündigen am 31.12.2014 (Kündigungseingang bei der WOGENO) zum 31.12.2015. Dann erhalten Sie Ihre Einlage 2016 nach der Mitgliederversammlung ausgezahlt. Diese findet meistens im Juli eines jeden Jahres statt.

 

Welche formalen Rechte habe ich als Genossenschaftsmitglied?

Als WOGENO-Mitglied bestimmen Sie auf der Mitgliederversammlung per Beschluss über die weiteren Weichenstellungen der Geschäftspolitik mit. Jedes Mitglied hat ein Stimmrecht, mit dem die Personen des Vorstands, des Aufsichtsrats und ein Delegierter für den Vergabeausschuss gewählt wird.

Und sonst?

Das Engagement unserer Mitglieder hat in der WOGENO einen hohen Stellenwert und in den Hausgemeinschaften einen klar definierten Handlungsspielraum. Diese Mitwirkung der Hausgemeinschaften im Zusammenspiel mit Vorstand und Verwaltung hat eine Mitgliederversammlung schriftlich fixiert.

Häuser

Die WOGENO hat aktuell 21 Häuser in München. Aufgrund der fehlenden Nachfrage in der Mitgliedschaft werden wir in Zukunft auch weiterhin den Focus auf den Innerstädtischen Bereich legen.

Wohnungsgröße

Als angemessene Wohnungsgröße für einen Haushalt gilt grundsätzlich: Pro Person ein Zimmer plus ein zusätzliches Zimmer pro Haushalt. Dabei gilt eine Wohnküche als zusätzliches Zimmer, wenn sie mind. 16 qm groß ist. In begründeten Ausnahmefällen kann von dieser Regelung abgewichen werden. Für die Belegung von öffentlich geförderten Wohnungen gelten teilweise andere Vorgaben zur Wohnungsgröße.

Gibt es eine Warteliste?

Nein, eine Warteliste gibt es bei der WOGENO nicht!

Alle Wohnungen werden für Mitglieder im INTRANET ausgeschriebn.

Wie lange muss ich auf eine Wohnung warten?

Die Wartezeit auf einen Wohnungszuschlag hängt von der Fluktuation in unseren Häusern und von der Entwicklung unserer Neubau-Projekte ab. Aktuell gehen wir von einer mehrjährigen Wartezeit aus. Je nach Nachfrage und je nach Ihrer eignen Flexibilität kann es aber auch schneller gehen, bzw. auch mal länger dauern.

Gibt es Möglichkeiten schneller an eine Wohnung zu kommen?

Nein, alle Mitglieder haben die gleichen Rechte, unabhängig von der Zahl der gezeichneten Anteile oder einer eventuellen Funktion innerhalb der Genossenschaft.

Wie erfahre ich von einer freien Wohnung?

Freie Wohnungen werden zur ausschließlichen Vergabe an Mitglieder im Intranet veröffentlicht. Alle Mitglieder werden über die Ausschreibung per E-Mail oder auf dem Postweg informiert und haben die Möglichkeit, sich zu bewerben.
Alle benötigten Informationen, wie Grundriss der Wohnung und Größe der Wohnung, Nutzungsentgelt, Höhe der bei Vertragsabschluss zu entrichtenden wohnungsbezogenen Pflichtanteile, Besichtigungstermin, Bewerbungsfrist, etc. erhalten Sie mit der Ausschreibung.

Wie geht die Wohnungsvergabe vonstatten?

Über die Vergabe entscheidet ein Wohnungsvergabeausschuss nach bestimmten Kriterien. Er setzt sich zusammen aus einem Mitglied des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie einem gewählten Vertreter der Mitgliedschaft und ggf. der Hausgemeinschaft.

Nach welchen Kriterien entscheidet der Vergabeausschuss?

Folgende Vergabekriterien sind verbindlich beschlossen worden:

  • Akuter Wohnbedarf
  • Dauer der Mitgliedschaft
  • Zusammensetzung der Hausgemeinschaft
  • Soziale Verwurzelung im Quartier - Nähe zu Schule und Arbeitsplatz

Der Vergabeausschuss beurteilt und gewichtet alle fristgerecht eingegangenen Bewerbungen in der Gesamtbetrachtung dieser Kriterien. Als Ergebnis der Beratungen beschließt der Ausschuss eine Reihung der Bewerbungen. Über jede Vergabeausschusssitzung wird ein Protokoll angefertigt.

Wie gut ist mein Nutzungsvertrag der Wohnung geschützt?


In unserer Genossenschaft gilt das Dauernutzungsrecht. Eine Wohnungskündigung durch die Genossenschaft müssen Sie nicht befürchten. Folglich können Sie die Wohnung so lange nutzen, wie Sie es wünschen. Dies gilt auch dann, wenn sich Ihr Haushalt verkleinert (z.B. wenn Kinder ausziehen).

Bleibt die Miete/Grundnutzungsgebühr stabil?

Sie können grundsätzlich von einer stabilen Grundnutzungsgebühr (Nettokaltmiete) ausgehen. Nach dem Prinzip der Kostenmiete  gibt es allerdings Faktoren, die zu einer Erhöhung führen können, wie beispielsweise eine Erhöhung des Hypothekenzinses. Auch kann es sein, dass sich Grundsatzbeschlüsse der WOGENO zur Mietpreisgestaltung auf die individuelle Miete auswirken können. Ebenso kann eine mit der Hausgemeinschaft vorab abgestimmte, auf das einzelne Haus bezogene Maßnahme wie zum Beispiel eine Modernisierung (z. B. energetische Maßnahmen, Balkoneinbau) eine Erhöhung des Nutzungsentgelts auslösen.

Welche unterschiedlichen WOGENO-Anteile gibt es?

Pflichtanteile
3 Anteile à 500 EUR für die Mitgliedschaft in der WOGENO

  • Wohnungsbezogene Pflichtanteile
    Bei Einzug in eine Wohnung sind pro qm wohnungsbezogene Pflichtanteile  zu zeichnen.
    Die Höhe für einen Anteil variiert je nach Haus.
    Beispiel: für eine 50 qm Wohnung, nicht gefördert, Neubau, zahlen Sie einmalig 50 m² x 600 € = 30.000 €.
    Diese Anteile werden nicht verzinst. Nach Auszug aus der Wohnung und Übertragung an den Nachnutzer, wird Ihnen diese Summe wieder ausgezahlt.
  • Freiwillige Anteile
    Freiwillige Anteile erwirtschaften Dividende. Nur nach Aufforderung der WOGENO können Sie freiwillige Anteile zeichnen. Voraussetzung dafür ist ein Eintrag mit der gewünschten Summe auf einer Vormerkliste. Diese Liste wird chronologisch abgearbeitet. Die Höhe der Dividende wird jedes Jahr in der Mitgliederversammlung beschlossen. Die Dividende unterliegt der Kapitalertragssteuer.
Zeichnung freiwilliger WOGENO Anteile.

Als WOGENO-Mitglied können Sie sich für die Zeichnung von freiwilligen WOGENO Anteilen (pro Anteil 500 EUR) auf eine Vormerkliste setzen lassen. Dazu rufen Sie uns einfach an oder schreiben uns eine E-Mail mit der Höhe des gewünschten Betrages. Jeder Zeichnungswunsch wird mit einem Datum versehen.
Bei Bedarf durch die WOGENO wird die Vormerkliste chronologisch abgearbeitet. Sie erhalten automatisch eine Zeichnungsanfrage, wenn Sie an der Reihe sind. Es kann jedoch sein, dass Sie erst nach 1-2 Jahren eine Zeichnungsaufforderung von uns erhalten.

Wie steht es um die wirtschaftliche Lage der Wogeno?
  • Mitglieder erhalten jährlich den Geschäftsbericht und Jahresabschluss zur Einsichtnahme auf der Mitgliederversammlung.
  • Nichtmitglieder können im Nachgang der Mitgliederversammlung den Geschäftsbericht über die WOGENO-Homepage downloaden und die Bilanz über die öffentliche Plattform des Bundesanzeigers einsehen.
Was bedeutet Erhaltungssatzung und Vorkaufsrecht?

Schon seit mehreren Jahren ist 'bezahlbarer' Wohnraum in München knapp. München ist für gut Verdienende sehr beliebt, was die Mieten für für weniger einkommensstarke Menschen unbezahlbar macht. Betroffene Gebiete laufen  Gefahr, ihren Charakter zu verändern, denn mit der Mietentwicklung geht eine Verdrängung der Wohnbevölkerung einher und eine Änderung der Infrastruktur.

Was kann die Stadt München dagegen tun?

Eines der wichtigsten Instrumente, um bestehende Wohnungen vor Umwandlungen und Luxussanierungen zu schützen und dieser städtebaulich sowie sozial unerwünschten Entwicklung entgegenzuwirken, ist der Erlass von Erhaltungssatzungen. Dadurch werden Luxusmodernisierungen effektiv verhindert. Die Erhaltungssatzung ist Voraussetzung für die Vorkaufsrechtsausübung durch die Stadt München.

Übt die Stadt München ihr Vorkaufsrecht aus, bleibt das Gebäude nicht auf Dauer in deren Bestand sondern muss wieder veräußert werden. Z.B. können Genossenschaften unter bestimmten Voraussetzungen bei der Reprivatisierung des Anwesens bevorzugt werden und das Anwesen zum Verkehrswert erwerben. Voraussetzungen können sein:

  • Mindestens 75 % der Mieter im Anwesen dürfen die jeweils gültige Einkommens-Obergrenze der städtischen Wohnungsbauförderung nicht überschreiten
  • Verpflichtung zur Einhaltung der Ziele der Erhaltungssatzung (Reprivatisierungsbindungen) im üblichen Rahmen
  • Zusätzlich wird vom Erwerber verlangt, daß bei der Neuvermietung von Leerständen, die Einhaltung von Einkommensgrenzen gefordert wird, um die gebietstypische Bevölkerung des Stadtviertels zu erhalten.

Weitere Inforamtionen finden Sie unter:

https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Stadtplanung-und-Bauordnung/Stadt-und-Bebauungsplanung/Erhaltungssatzungen.html

  • Mitgliedschaft
  • Wohnen
  • Anteile
  • Und sonst?