Sozial - ökologisch - selbstbestimmt

Die WOGENO-Idee

Im Untertitel zum Unternehmensnamen bezeichnet sich die WOGENO München eG als: Genossenschaft für selbstverwaltetes, soziales und ökologisches Wohnen. Mit diesen drei Begriffen umschreiben wir die fundamentalen Werte, auf deren Basis wir eine zukunftsfähige Stadt, ihre Quartiere und Nachbarschaften weiter entwickeln wollen.

Sozial

Eine lebendige Stadtgesellschaft setzt sich zusammen aus Menschen mit unterschiedlichem Wesen, kultureller Herkunft, wirtschaftlicher, kreativer oder mentaler Kraft. Herkömmliche Wohnungsbausysteme, egal ob im Miet- oder Eigentumsbereich, tendieren zumeist dazu, Lebenswelten voneinander zu separieren und abgeschottete Subsysteme in der Stadt zu bilden. Konkret: Sozialwohnungen für die sozial Schwachen, Eigentumswohnungen für die Besserverdienenden. Dagegen setzen wir das Konzept einer durchmischten Nachbarschaft, in der Menschen mit unterschiedlichen Lebensstilen, sozialer und geographischer Herkunft, körperlicher oder wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit ihre nachbarschaftlichen Belange selbstverwaltet organisieren.

Ökologisch

Wir haben unseren Planeten von unseren Kindern geliehen. Dieses Prinzip sollte uns dabei leiten, wenn wir Behausungen errichten und bewirtschaften. Ein schonender Umgang mit allen verfügbaren Ressourcen hat zahllose Facetten, die von der ersten Konzeption bis in den Wohnalltag hinein wirken. Energie, Rohmaterialien, Gebrauchsgüter, alles lässt sich effizienter einsetzen als dies durch eine Geiz-ist-geil-Mentalität vorgegaukelt wird. Ohne Verzicht auf gewohnte Standards können wir sparsamer mit Fläche, Energie, Mobilität umgehen, durch unsere gemeinschaftsorientierte Wirtschaftsform sogar mehr Auswahlmöglichkeiten und Komfort generieren. Da bei uns nicht jede und jeder für alles selbst sorgen muss, kann vieles bei Bedarf gebucht werden und steht nicht die meiste Zeit ungenutzt herum und beansprucht somit unnötig Ressourcen.

Beispiele dafür sind:

  • Flächen für Gäste, Feiern, Spielen, die bei Bedarf genutzt werden und nicht dauerhaft in der eigenen Wohnung vorgehalten werden müssen.
  • Fahrzeuge für Urlaubsfahrten oder den Großeinkauf, die in der hauseigenen Mobilitätszentrale gebucht werden können.
  • Eigene dezentrale Stromversorgungskonzepte, die übergeordnete Energieversorgungsnetze entlasten und perspektivisch überflüssig machen.

Selbstbestimmt

Eigentlich logisch: Menschen mit eigener Verantwortung verhalten sich eigenverantwortlicher als Menschen ohne eigene Verantwortung. Wir schaffen bevormundungsfreie Zonen in unseren Projekten, um damit Spiel- und Entwicklungsräume für eigenverantwortliches Handeln anzubieten. Unsere Stadtgesellschaft  braucht Verantwortungsbewusstsein bei der Gestaltung unserer Wohnumfelder, Nachbarschaften und Quartiere, um die öffentlichen Institutionen zu entlasten, aber auch, um Selbstwert(-gefühl und –bewußtsein) zu generieren. Indem wir den Menschen in unseren Wohnprojekten Verantwortung für deren Bewirtschaftung übertragen, fördern wir Subsidiarität und Bürgersinn jenseits der eigenen Wohnungs- und Haustür und außerhalb des Hoftores.